DU Musst immer
wissen, wo
deine Räder sind

DU Musst immer
wissen, wo
deine Räder sind

DREI IM Wald

Handwerker sind die besseren Richter. Denn ihre Urteile kommen sofort und sind von Grund auf ehrlich. Ein guter Grund zwei einzuladen und den neuen D-MAX fahren zu lassen. Nicht irgendwo, sondern dort, wo auch der bodenständigste Anpacker schon mal aufsetzt. Und nicht mit irgendwem, sondern mit Frank "Fuzzy" Höhne, Offroad-Ikone mit Hang zum Schlamm.

Es sind 35 Grad Kippwinkel und 22 Grad Außentemperatur, als Fuzzy einen dieser Sätze sagt, der ihm einen Stammplatz zwischen den Großen der angewandten Geländephilosophie sichert. Am Steuer des neuen D-MAX sitzt und zögert Jörg Respondek. Mit Schieflagen kennt er sich niht aus, er führt einen grundsoliden Garten-Landschaftsbau- und Hausservicebetrieb. Auch für Marco Grawe auf der Rückbank ist die Situation neu. Im Sommer kümmert er sich um seinen Geflügelhof, im Winter betreibt er ein mobiles Sägewerk. Doch jetzt stehen sie alle am gleichen Hang.

Die Strecke zur Geschichte ist schnell gefunden, im Nirgendwo hinter Berlin. Normalerweise bewegen Fuzzy und sein Kollege Max hier alles, was Räder und Motor hat und meistens erst kurz zuvor in ihrer Spandauer Werkstatt zusammengesetzt wurde. Der Parcours ist ihre kleine, aber steile Welt, ein Paralleluniversum, in dem es keine Tankstelle gibt, aber einem gefühlt nie das Benzin ausgehen kann. Man merkt schnell, dass hier draußen so gut wie jeder willkommen ist. Und das ist vor allem Fuzzy zu verdanken, auf dessen Kappe neben dieser das Konzept von Offroad-Strecken in ganz Deutschland geht.

 

SCHRÄG IM WALD, SEITWÄRTS IM SAND

Grawe und Respondek überblicken den Parcours, hinter ihnen ihre privaten D-MAX. Respondek hat den Wagen auf Zypern entdeckt, für Grawe ist es die Neuauflage seiner Jugendliebe Campo. Sein Händler machte ihn auf den D-MAX aufmerksam, das Fahrgefühl war sofort wieder da. Beide verbringen bis zu fünf Stunden pro Tag im Auto, kennen es in- und auswendig. Doch in ihrem Alltag sind andere Qualitäten gefragt als heute. Sie haben Respekt, aber vor allem Vorfreude. Auch Handwerker sind nur Männer und auch Männer nur große Kinder, die zu selten die Gelegenheit haben, im Matsch zu spielen. Und Respondek macht den Anfang. Er tritt aufs Gas und ist überrascht, wie gut der D-MAX beschleunigt. »Ist das der 1,9 Liter?«, fragt er ungläubig. »Mit höherem Einspritzdruck und neuer Sechs-Gang-Automatik«, antwortet Fuzzy auf dem Beifahrersitz und grinst.

Umsichtig kämpft sich Grawe vor, auch er ist von dem Motor überzeugt. »Deutlich spritziger als der alte«, meint er, während er den D-MAX durch knöcheltiefes Gewässer lenkt. Er hat ebenfalls noch keine harte Offroad-Erfahrung, träumt aber von einer Tour durch Osteuropa. »Da bin ich jetzt viel besser vorbereitet«, sagt er und biegt ab in ein dunkles Nadelwäldchen. Die Fenster sind offen, immer wieder dringen Äste in den Innenraum. »Auf so Strecken bin ich mit meinem Sägewerk öfters unterwegs«, erzählt Grawe. »Und könnte der neue D-MAX das auch ziehen?«, fragt Fuzzy. »Auf jeden Fall«, sagt der Landwirt und nickt.

Wie für Respondek geht es auch für Grawe beim abschließenden Ausfahren zum Driften in die Sandgrube. Eigentlich will er gar nicht aufhören, doch irgendwann muss leider Schluss sein. »Ich würde den D-MAX auf jeden Fall weiterempfehlen«, sagt Grawe begeistert, Respondek stimmt ihm zu. Und da stehen sie dann zu dritt und blicken noch einmal auf den Parcours. Ein Handy klingelt, aber niemand geht ran. Der Empfang ist gut und verbindet das kleine Offroad-Paradies mit der Außenwelt. Aber offenbar haben es heute weder Grawe noch Respondek besonders eilig, dorthin zurückzukehren.